„Von Kindern kommt der Schrei!
Ist dein Kind auch dabei?
Kannst du ihm Liebe geben,
die es braucht im Leben?

Kannst du lachen wie ein Kind?
Dich noch freuen wie ein Kind?
Kannst du spielen wie ein Kind?
Und noch fühlen wie ein Kind?

Hör doch mal auf sein Klagen,
versuch nicht zu…“

Mutter singt:
„Kommt her alle meine Kinder,
auch wir müssen uns auf den Weg machen!
Zieht an die warmen Sachen,
draußen erwartet uns der kalte Winter!
Vorbei sind die letzten Stunden,
die wir mit dem Haus waren verbunden!
Wir werden aus dem Haus vertrieben…“

„Warum müssen wir die Heimat verlassen?
Wir lieben die Stadt und unsere Gassen!
Die Wälder – den See und den Strand,
wir werden gerissen aus unserem Land!

Warum dieser grausame Krieg?
Warum mit Tod und Heimat bezahlen,
wer wird am Ende darüber prahlen
über den Sieg – über den Sieg – über den Sieg“

Anna singt:
„Die Hilfe spür ich zwar schon über mir,
kommt sie denn auch wirklich von dir?
Meine Sorgen hast du längst erkannt
ich nehme an deine hilfreiche Hand!“

Anna spürt eine wohltuende Wärme um
sich, die aus ihr plötzlich eine, bis dahin
nicht gekannte Sicherheit strömen lässt.
Unvermutet vernimmt sie einen warmen
Gesang mit einer zaghaften Bitte:

Blume aus den Sternen singt:
„Ich bitte dich ganz leise,
geh mit mir auf die Reise,
mach frei deine Gedanken.
Wir sehen uns die Welt von oben an,
hören zu, was sie uns sagen kann.“

Anna:
„Du Christoph, fühl einmal hier, wie
kräftig dieses Gras vor uns ist! Wie schön diese
Blätter sind! Und dieses Gänseblümchen
gleich neben dir!“

„Erfüllt von der Liebe zum Leben
fühl ich mich wohl in meiner Haut
ich trag zerlumpte Kleider
werd deshalb groß angeschaut!

Schau mir doch in die Augen,
halt an deinen Blick,
so wirst du bemerken
ein Lächeln kommt zurück!
Dies Lächeln könnt knüpfen unsere Bande,
aber vergeblich
ich steh schon wieder am Rande!“

„Uns liebt der Regen und die Sonne,
das Meer und der Wind,
die Pflanzen und die Tiere
weil wir zusammen verbunden sind!

Mit deinem Kummer
geh in die Natur,
klag dein Lied bei ihr
ein Freund steht hinter dir!

Uns liebt der Regen und die Sonne…“