Ich lass mir Zeit.
Mami, ich fühle mich schon vom ersten Moment an so wohl in
unserm neuen, schönen Haus.

Lieber, kleiner Hund, warum weinst du so?
Nicht weinen, ich bin doch bei dir!
Schau, du hast eine neue Nachbarin bekommen – das bin ich!
Wir werden uns bestimmt gut verstehen!
Beruhige dich doch!
Schlaf noch ein bisschen!
Morgen werde ich mich gleich um dich kümmern!

Nicht weinen kleiner Hund, nicht weinen!
Bald hast du alles überstanden!
Du bekommst ein geborgenes Zuhause und musst nie mehr an so
einer kurzen Hundeleine angebunden sein!
Ein kleines, liebes Mädchen wird dein neues Frauchen werden!
Es wird alles gut!

Die Leute wollen dich abgeben?
Du kommst zu mir, so wie es die Fee dir letzte Nacht gesagt hat!
Frau Huber, würden Sie ihn auch mir geben?

Wie klein wir beide sind
du – der Hund und ich – das Kind!
Umso größer ist mein Glück,
kleiner Hund, ich geb dich nie zurück!

Sieh mal, wie viel Kinder in die Schule gehen und alle ohne Hund.
Wir beide verstehen doch, dass du nicht mit hinein kommen kannst,
oder?
Du holst mich dann wieder mit Mami ab, ja?

Ich bin doch bei dir und Papi wird bestimmt auch gleich kommen!
Wir denken während der Opereration ganz fest an dich!
Was meinst du, wie dich unsere lieben Gedanken unterstützen!
Wir lieben dich doch so sehr – kleine Annette!

Ich? Ich bin – ich bin dein Magen,
hab viel in dir zu sagen!
Du stopfst das Essen in dich hinein,
ich zermahle es, ganz klein!
Oah – ha – ha- ha –ha -!

Ach, du meine Güte, wer seid denn ihr?
Seid ihr auch ein Teil von mir?
Ihr seid ja gleich zu zweit!
Ihr seht ja aus wie Zwillinge!

Du gehörst zu uns, wir lieben dich
und dein armes krankes Bein!
Nein, wir lassen es nicht im Stich,
es gehört auch zu unserem Verein!
Summ – summ – summ…

Wir lieben dein Bein!
Warum schimpfst du immer mit ihm?
Warum bist du immer so böse mit ihm?
Willst du es nicht ein bißchen lieb haben?
Ich möchte dein Bein gerne streicheln!